Donnerstag, 8. Juni 2017

LAMOTREK - ELATO




Wieder ist es spät geworden auf den nur 180 Seemeilen zwischen Puluwat und Lamotrek. Für 14 Stunden hat einfach der Wind mit dem Regen den Platz getauscht und ich bin nur mit 2-3 Knoten durch den Pazifik gedriftet und daher um 2 Stunden zu spät beim Pass. Doch der Mond scheint hell, der Pass ist weit und ich wage es durch zu segeln und dann bis zum Ankerplatz zu motoren. Bei 14 Metern ankere ich dann lieber da das Riff hier sehr schnell hochkommt, bis morgen muss das reichen, dann suche ich mir ein schönes Plätzchen.

Ich gehe zum Chief Manuel der gerade (wie meistens) im Männerhaus anzutreffen ist, stelle mich vor und frage um Erlaubnis zum Ankern, Schwimmen, Fischen und auf der Insel herum zu laufen. Er bekommt von mir Reis und Mehl als Gastgeschenk. Alles wird erteilt nur das Fischen direkt vor dem Dorf bis raus wo mein Boot steht ist verboten, das ist ein Schutzgebiet. Als ich nachmittags schnorcheln gehe und mir das Schutzgebiet ansehe verschlägt es mir fast den Atem, so was habe ich noch nie gesehen. Eine riesige Schule von Makrelen (viele tausend), über 1 Meter große Rainbow Runner, Skip Jack Tunas, Wahoo, natürlich Haie, und viele viele andere, einfach ein Wahnsinn, und das 50 Meter hinter dem Boot.


Natürlich gibt es auch jede Menge Schildkröten und eines Samstags Morgens wird ein großes Feuer entfacht und ich sehe mit dem Feldstecher dass da große komische Dinger drauf liegen, kann mir aber nicht erklären was das sein soll. 2 Stunden später kommt ein Kanu zu mir heraus gerudert und bringt eine Schüssel voll dunkel rotes Fleisch. Ob ich Schildkröte mag will er wissen weil der Chief hat angeordnet dass mir auch ein Teil des Fleisches zusteht. Natürlich will ich Schildkröte probieren und nehme das Geschenk dankend an. Für alle die jetzt einen auf entsetzt machen, ich weiß dass das Töten von Schildkröten verboten ist, und die Menschen hier wissen es auch. Aber dieses Gesetz wurde für oder wegen uns geldgierigen Weißen erlassen damit wir nicht die Bestände aus reiner Profitgier dezimieren. Ob sich die Leute von Lamotrek alle 4-5 Monate ein paar Schildkröten fangen und endlich wieder mal eine Abwechslung zum fast täglichen Fisch haben oder nicht, hat auf die Weltschildkrötenbevölkerung genau null Einfluss.

Wie schmeckt denn nun so ein liebes Tierchen. Ich habe es auf 3 verschiedene Arten zubereitet. Die erste Portion ganz einfach gebraten, gesalzen und gepfeffert sonst nix, war nicht so berauschend, das schmeckt ungefähr so wie Stachelrochen (ich glaube ich habe es nicht lange genug gebraten). Beim nächsten mal habe ich es gekocht (auf Anraten der Locals) ins Wasser ein wenig Soja Sauce, Chilli Sauce, und ein paar Gewürze die gerade griffbereit waren, das war ganz hervorragend, fast wie Beef. Und beim dritten Mal habe ich ein leckeres Curry gemacht, auch sehr edel im Geschmack. 
So ab 15:00 treffen sich die Männer beim Männerhaus. Da wird dann der Tuba getrunken und alle wichtigen Dinge des täglichen Insellebens besprochen. Tuba, das ist täglich frisch gezapfter Palmwein, optisch also trüb und schmeckt wie leicht säuerliche Kokosmilch und im Abgang dann nach frischer Kotze. Also nicht wirklich mein Geschmack. Jeder kommt mit einer ganzen Flasche des geliebten Getränkes und es wird geredet bis sie leer ist, was nach spätestens 2-3 Stunden der Fall ist. 

Also genau richtig um mit der leeren Flasche nach Hause zu schlendern fürs Abendmahl. Vorher natürlich wieder rauf auf die Palme und die Flasche an die Zapfstelle gebunden, damit morgen auch wieder was zum trinken am Tisch steht. Ich habe mich nach dem ersten halben Becher auf meine Gesundheit raus geredet dass ich keinen Alkohol trinken soll und mich auf diese Weise der gut gemeinten täglichen Trinkerei entledigt. Am Anfang dachte ich ja da ist nur 1 Männerhaus, bis zum Ende meines Aufenthaltes auf Lamotrek habe ich deren 5 entdeckt. Also eh wieder mal alles wie zu Hause. Nach der Arbeit gehen die Männer in die jeweilige Stammkneipe und trinken ihr Schichtbier, hier gehen sie ins Männerhaus und trinken ihren Tuba. Hier haben sie es allerdings so schlau gemacht dass es ein absolutes Tabu für die Frauen ist ins Männerhaus (die Kneipe) zu gehen.
Neben ihrer Flasche bringen die Männer (ALLE) auch einen kleinen süßen Plastikkübel mit. Zur Weihnachtszeit zeigt sich die Amerikanische Regierung immer großzügig, kommt mit einem Transportflugzeug, dreht eine Runde über dem Atoll und wirft dann am Fallschirm hängend eine Palette mit Geschenken ab. Ursprünglich waren in den Kübeln mal Kekse drinnen, jetzt hat jeder seine Zigaretten oder Tabak und Wuzelpapier, Feuerzeug, Bettelnüsse mit Zubehör, und allem was man so an persönlichen Dingen die man vielleicht brauchen könnte so mit sich herum schleppt, wie Kamm, Kugelschreiber, Notizblock, Angelhaken, Leine, Zahnbürste,usw. Manuel, einer der 3 chiefs auf der kleinen Insel fragt mich eines Tages ob ich nicht ein Buch habe und nach kurzer Diskussion was er denn gerne lesen möchte stellt sich heraus dass er das Buch nur wegen des Papiers braucht. Ältere Bücher eignen sich nämlich ganz hervorragend als Zigarettenpapier. Ich schenke ihm am nächsten Tag einen dicken Schmöker mit fast 900 Seiten, da kann jetzt das ganze Dorf 2 Jahre lang ihre Zigaretten drehen.

Es wird aber auch gearbeitet neben dem Tuba trinken. Neue Kanus werden auf eine etwas seltsame den alten Traditionen entsprechenden Technik hergestellt. Da es auf der Insel keine wirklich großen Bäume gibt können die Kanus auch nicht als Ganzes aus einem Stamm gehackt werden, es reicht nur für die Basis. Der Rest wird aus kleinen Brettern drauf gezimmert und hinten und vorne wird aus einem Brotfruchtbaum [leichtes Holz] noch ein schönes Stück Bug bzw. Heck dran gemacht. Die ganzen Arbeiten werden nur mit einer Art quer gebauten Hacke gemacht. Zum Kalfatern [also das Abdichten der einzelnen Holzbretter zueinander] verwenden sie Material aus der Schale der Kokosnuss, die Seile zum Zusammenbinden der Bretter sind aus Kokosfasern gedreht. So sitzen sie zusammen, einige hacken auf den Kanus herum, andere drehen die Seile, die nächsten schneiden die hauchdünnen Stücke für das Kalfatern, dazwischen wird immer wieder eine Schale mit dem Tuba getrunken. Wieder andere widmen sich der Herstellung von Fischfallen, auch eine meisterliche Arbeit. Das Gute ist sie haben jede Menge Zeit, keiner fragt wie lange es gedauert hat um die Falle oder das Kanu zu bauen, wenn es fertig ist dann ist es fertig, völlig egal ob das 1 Woche länger dauert als angedacht.
Ich sitze fast täglich bei ihnen und frage natürlich ob ich ihnen irgendwie helfen kann. Das beschert mir eine ganze Flut von Aufträgen. Insgesamt laminiere ich bei 3 Booten diverse Löcher zu und bringe 2 Außenbord Motoren wieder zum Laufen. Am Funkgerät des Schuldirektors bin ich leider gescheitert, dazu bin ich doch zu wenig Elektroniker.

Zumindest die Hälfte der weiblichen Bevölkerung läuft so herum wie es sich gehört, mit nacktem Oberkörper, wie die Männer auch. Bekleidet sind alle nur mit dem Lavalava, ein einfaches Tuch, die Männer in Grün, Rot oder Blau, die meisten Frauen gemustert oder gestreift. Das reicht auch völlig, was man nicht an hat braucht man auch nicht waschen und warm ist es auch ohne Gewand. Sie haben auch einen sehr einfachen Webstuhl auf dem sie die Lavalava selber herstellen. Wenn jemand stirbt, dann wird er meistens im eigenen Garten begraben, eingewickelt in mehreren Lavalava die von den Dorfmitgliedern als letzte Gabe an den Toten gespendet werden.

An meinem letzten Tag werde ich noch mal so richtig heraus geputzt. Ein gelbes Pulver, aus einer Blüte hergestellt, kommt auf Schulter, Brust und Stirn, 4 Blumenkränze, gerade erst von den Mädels geflochten, schmücken mein Haupt. Sie beten für mich dass meine Reisen immer sicher und gut verlaufen.

Man muss sie einfach gerne haben, sie sind so lieb. Hoffentlich bleibt es hier noch lange so, der Abschied fällt nicht leicht. Dieses Atoll ebenso wie Elato mit seinen liebenswerten Menschen zählt zu den absoluten Highlights der Reise die ich bisher erleben durfte.


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Donnerstag, 1. Juni 2017

Der Bananenwahnsinn auf Satowan

 



 3 Kanus wagen sich der Reihe nach vorsichtig zu diesem Fremden auf seinem Schiff. Ein freundliches Lächeln, die Namen werden ausgetauscht und langsam beginnt eine zaghafte Unterhaltung. Ampelosansim nennt sich der Anführer der Gruppe, er sei der offizielle Tourguide auf der Insel. Die Frage wie viele Touristen denn im Jahr hier vorbeikommen verkneife ich mir lieber. Sehr freundlich und lieb und lustig sind sie. Sie haben auch Geschenke mitgebracht. Jedes Kanu eine Staude Bananen und dann noch ein Bündel Kokosnüsse. Als Gegengabe erhalten sie Reis, alten Schmuck für die Damen, ein Feuerzeug, ein paar Meter alte Leine, und natürlich everybodys favorite - Candys. 

Als Nambareni nach Geld und Wein fragt muss ich dann leider etwas ungemütlich werden. Sie bemerken sofort die Änderung meines Tones und Ampelosansim entschuldigt sich für die Unverschämtheit von Nambareni. Nach 1 Stunde ziehen sie wieder ab und ich bin Besitzer von ca. 350 Bananen, also für jeden Tag des Jahres 1 frische gesunde reife Banane. Wie soll ich die alle los werden? In spätestens 2 Wochen sind sie nur mehr als Mus zu gebrauchen und mehr als max.10 am Tag schaffe ich beim Besten Willen nicht.


Am nächsten Tag geht es zum Chef des Dorfes. Dort wird erst mal offiziell um Erlaubnis gefragt ob ich eh ankern darf, und schwimmen und fischen und auf der Insel herum spazieren. Jaja, alles kein Problem, ich kann machen was ich will. Ich frage ihn wegen der Bananen, ob es sehr unhöflich ist wenn ich sie in Zukunft als Geschenk ablehne, ich will kein Essen vergeuden. Sehr diplomatisch antwortet er, ich soll sie ruhig nehmen, die haben alle so viele davon sonst würden sie sie nicht hergeben. Er scheint ein sehr kluger Mann zu sein, stellt gute Fragen und als das Gespräch auf Politik kommt (so was hatte ich noch nie) und er mich nach meiner Meinung nach dem neuen Amerikanischen Präsidenten fragt muss ich erst mal herzlich lachen. Auch die inzwischen 12 Mithörer die langsam in seinem Haus eingetrudelt sind lachen und sind auf meine Antwort gespannt. Nach guter alter römischer Sitte hebe ich meinen ausgestreckten Arm und drehe den Daumen langsam nach unten. Und sie verstehen sofort was das bedeutet. Ich bin mir nicht ganz sicher wie stark ich ihnen meinen Abneigung zeigen kann, schließlich sind sie ziemlich abhängig von den USA. Aber sehr bald stellt sich heraus dass Donald auch hier keine Freunde hat.


Kaum bin ich zurück am Boot schon kommen die Kinder an gerudert. Bald hängen mehrere Kanus und ein großes Stück Styropor das als Schwimmhilfe dient, am Heck von CHI. 14 Kinder tummeln sich im Wasser, auf den Kanus und im Dingi und ich erlaube ihnen hinten auf der Treppe hoch zu kommen. Ja und von hier heroben ins Wasser zu springen ist natürlich das höchste überhaupt, da ist Weihnachten und Ostern ein Dreck dagegen.



Natürlich gibt es auch auf Satawan die Zeugen des WW2. Ein alter Halbjapaner hat sich die Mühe gemacht und alle verfügbaren Panzerreste der Insel als Zaun vor seinem Haus geparkt. In einem anderen Garten liegen die Reste eine Flugzeuges. Der menschliche Wahnsinn blüht überall.



 In der örtlichen Highschool gibt es seit 3 Wochen Internetverbindung. Gratis Wifi für das ganze Dorf wie mir erklärt wird, allerdings reicht die Antennenleistung nur für maximal 50 Meter was in der Praxis bedeutet dass man direkt bei der Schule Internet hat, sonst nirgends. Immerhin die Zukunft hat Einzug gehalten und wird das Dorfleben sehr schnell verändern. Es ist erstaunlich wie viele Kinder bereits jetzt nach nur 3 Wochen mit einem Smartphone durch die Gegend ziehen.

Übrigens, kennt von euch jemand diese Frucht? Schmeckt ein bisschen nach Apfel + Pfirsich aber nicht ganz so süß. Ich konnte sie leider in meinem schlauen Buch nicht finden, wäre dankbar für ein wenig Nachhilfe, danke.












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Mittwoch, 31. Mai 2017

Auf zu den Atollen Micronesiens

Es ist später Nachmittag und ich bin gerade von den letzten Einkäufen nach Hause gekommen. Schnell kontaktiere ich noch Port Control in Kolonia dass ich morgen um 09:00 ausklarieren will und er die zuständigen Behörden verständigt.
Um Punkt 09:00 bin ich am nächsten Tag, nach dem Slalom durch die Einfahrt vom Ankerplatz zum Hafen von Kolonia, eingetroffen und schon warten die wichtigen Leute auf mich und in weniger als 1 Stunde habe ich die Prozedur hinter mir.


Der erste Tag ist immer wieder ein gewöhnen ans Gerät. Auch nach so vielen tausend Seemeilen muss ich mich erst wieder an die ungewohnten Bewegungen gewöhnen. Ein paar Stunden später geht es dann schon wieder locker und ich setze mehr Segel. Speed ist angesagt. Ich will die 300 Seemeilen in 2 Tagen schaffen. Leider kommt der Wind genau von hinten, etwas das ich einfach nicht mag. So segle ich zig zag vor dem Wind, habe zwar um einige Meilen mehr aber bin dafür schneller und das Boot liegt ruhiger. Vor allem brauche ich keine Angst zu haben dass ich eine ungewollte Halse mache wenn der Autopilot bei einer großen Welle zu langsam reagiert. In der Nacht wieder das übliche, Regen und Squalls, was mich zum Reffen zwingt. Sicherheit geht immer über Geschwindigkeit. Freitag morgens, strahlend blauer Himmel, leider aber auch kaum Wind und ich probiere mal den uralten asymmetrischen Spinnaker, der beim Boot dabei war als ich es kaufte. Eine halbe Stunde spielen mit den Leinen dann weiß ich wie das Ding fliegt und trotz des leichten Windes machen wir gute Fahrt. Nur 2 Stunden später legt der Wind wieder zu und als er die 20 Knoten Marke streift ist es allerhöchste Zeit den Spi zu bergen. Und das wird zu einem Kraftakt, viel viel früher hätte ich das Segel bergen sollen. Als er endlich in seinem Schlauch steckt und wieder in der Vorschiffs Kabine liegt bin ich völlig durchnässt vom Schweiss. Dieses Segel ist doch um etliche Quadratmeter größer als mein zitronengelber Gennaker war, den ich in Vanuatu ins Jenseits beförderte.

Es wird knapp mit der Ankunftszeit am Samstag Abend bei Tageslicht. Wenn ich eine direkte Linie fahre bin ich langsam, wenn ich schnell segle dann mache ich viele extra Meilen. Es gilt einen guten Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und Strecke zu finden. Wie ich mir ausgerechnet habe geht sich der Pass noch sehr knapp mit dem allerletzten Licht aus, aber den 7 Seemeilen entfernten Ankerplatz kann ich nur noch in finsterster Nacht erreichen. Als ich in der Lagune bin legt der Wind wieder kräftig zu, 23 Knoten sagt mein Windmesser und ich muss genau gegen an, dazu auch noch eine kurze steile Windwelle. Was soll's, da muss ich jetzt durch, es gibt hier kaum Alternativen. Vor allem nicht wenn man die in stockdunkler Nacht suchen soll. Ich taste mich ganz langsam an den Platz heran den ich mir an Hand der Karte und von Google Earth Bildern ausgesucht habe, doch als ich dort bin spinnt dann plötzlich mein Tiefenmesser. 
Die Zahlen hüpfen nur so über den Bildschirm, ich habe keine Ahnung wie tief es hier ist. Es kann natürlich auch sein dass genau da unten viele verschieden große Korallenblöcke liegen und der Tiefenmesser deshalb so komisch anzeigt. Das ganze Atoll ist 30-50 Meter tief, man kann sich also nicht einfach irgendwo hin stellen und am nächsten Tag dann um ankern. Und es ist tief bis in den Uferbereich. Eine zweite Stelle habe ich noch auf der Karte gefunden und ich fahre sehr langsam dort hin. Als der Tiefenmesser 10 zeigt und relativ konstant bleibt, rauscht der Anker in die Tiefe. Wird er halten? Sind da Korallen? Ist es wirklich nur 10 Meter tief? Oder 3 Meter oder 30 Meter? 2 Minuten mit Motor im Rückwärtsgang vergehen dann weiß ich der Anker hält und ich höre auch nicht das schabende Knarren von Korallenblöcken, also scheint alles gut zu sein. Schnell das Ärgste aufräumen und dann ab ins Bettchen. Kaum liege ich schon piepst der Ankeralarm. Wie das? Der Wind hat gedreht, der Anker hält, alles halb so schlimm.
330 Seemeilen sind es geworden anstatt der 300 lt. Route. Der GPS hat sogar als maximal Geschwindigkeit 15,5 Knoten markiert, das kann ich aber kaum glauben. Obwohl, ein paar mal war es beim runter Surfen auf den großen Wellen schon höllisch schnell.

 


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Freitag, 7. April 2017

NAN MADOL




Eines der „Wunder“ von Pohnpei heißt Nan Madol was soviel bedeutet wie 'places in between' das man natürlich wieder vielfältigst übersetzen kann. Auf Grund der Lage würde ich am ehesten dazu neigen es mit 'zwischen Meer und Land' zu betiteln.

Die Anlage wurde auf einem Riffgebiet errichtet, genannt 'Sounahleng' oder 'Reef of Heaven'. Nan Madol besteht aus 92 künstlichen Inseln und jede davon ist für eine spezielle Aufgabe gebaut worden, ausgerichtet auf die Rolle Nan Madols als politisches und religiöses Zentrum.

Die ursprüngliche Planung und Errichtung der Anlage lag in den Händen zweier Brüder Ohlosohpa und Ohlosipha und es wird angenommen dass am Anfang des 12. Jahrhunderts mit dem Bau begonnen wurde und die Herrschaft etwa 500 Jahre gedauert hat. Es gibt aber auch Untersuchungen die davon sprechen dass bereits im 6. Jahrhundert mit dem Bau begonnen wurde. Nichts genaues weiß man nicht, es gibt keine schriftlichen Aufzeichnungen.


 















Es ist auf alle Fälle ähnlich spektakulär wie der Bau der Pyramiden, da diese rechteckigen Steinsäulen viele Tonnen wiegen und über weite Strecken mit Booten hierher gebracht werden mussten. Die Felsen dürften vom Sokeh stammen, der am anderen Ende der Insel liegt. Es bleiben wie üblich die Fragen wie war das möglich, woher hatten sie Werkzeuge und das Wissen darüber. Die nächsten großen Landmassen sind China und Japan und das ist schon eine ganz schöne Entfernung, mit nichts als Wasser dazwischen.


Und was ein echter Gebirgler ist der muss da natürlich rauf klettern.

Auf der Heimfahrt sind uns dann noch etwa 200 Möglichkeiten der landesüblichen, effizienten Fahrzeugentsorgung untergekommen.





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