Montag, 21. Mai 2012

Hoam - a braader Weg


Abflug Sonntag 09:00 Ortszeit Apataki, das war der Plan.

CHI steht an Land, das Unterwasserschiff ist teilweise abgeschliffen, einige Stellen wo ich nicht sicher war ob sich darunter eine beginnende Osmose verbirgt habe ich großflächig bis zum Laminat auf geschliffen (alles trocken), verschiedene Stellen am Oberdeck wo ich während der letzten Monate entweder Reparaturen oder Veränderungen durchführte sind abgeschliffen und grundiert, wobei leider 2 Minuten vor Fertigstellung der Grundierungsarbeiten eine Gewitterfront durchzieht und ich diese Arbeit noch mal machen darf. Alles ist mit Chlor geputzt, die Wassertanks sind entleert, der Wassermacher mit der „Langzeitnichtbenutzungsflüssigkeit“ inhibiert, das Gas ist abgedreht, die Elektrik ausgeschaltet und die Fenster hoffentlich alle dicht.

Samstag nachmittags gehe ich noch mal zu Alfred, dem Besitzer und Betreiber der kleinen Apataki Carenage um wegen morgen früh meinen Transport zum Flughafen zu besprechen. Da erfahre ich mein Flug ist von 09:00 auf 16:00 verschoben. Der Schock fährt mir durch die Glieder. Mein Anschlussflug nach Neuseeland ist um 18:15, das geht sich nie aus, da ja die Flugzeit von Apataki nach Papeete ca. 1 Stunde beträgt. Nach mehreren Telefonaten ist eine Lösung in Sicht. Um 11:00 geht der Schülerflieger zum Nachbaratoll Rangiroa, von dort nehme ich den Nachmittagsflieger nach Tikehau und dann ist noch zufällig an diesem Sonntag ein außer planmäßiger Flug von Tikehau nach Papeete, so dass ich pünktlich und zeitgerecht um 15:30 in Tahiti bin und meinen Flieger nach Auckland locker erwische. Das mit dem Schülerflieger ist so ähnlich wie bei uns der Schulbus. Apataki ist ein kleines Atoll mit einem kleinen Dorf und da gibt es nur die Volksschule. Danach müssen die Kinder entweder nach Tahiti – falls sie dort bei Verwandten oder Bekannten Unterschlupf finden, oder sie müssen nach Rangiroa in die Schule. Dort gibt es ein Internat wo sie bleiben können. Die Kinder reicherer Eltern – meist Perlenzüchter, weil vom Fischen wird hier keiner reich – fliegen dann jedes Wochenende nach Hause. Ihr könnt mir glauben in dem Flieger geht’s genau so zu wie bei uns in einem Schulbus. Es wird gelärmt, gelacht, beschmiert, bespuckt, gerauft, alles also ganz normale Kinder wie überall auf der Welt.

Ich sitze also im Flieger nach Auckland, dort heißt es wieder warten und umsteigen. Danach geht’s nach Hongkong, wieder umsteigen und warten und weiter geht die schier endlose Reise nach London. Es ist inzwischen Dienstag 17:00 und ich freue mich nur mehr auf ein Hotel damit ich endlich vernünftig ausruhen kann. Zuerst aber noch 2 Stunden Busfahren um von Heathrow nach Gatwick zu kommen. Am nächsten Morgen dann in den Flieger von London nach Salzburg, wo mich meine Schwester abholt. Also nach nur ein paar Tagen um mehr als die halbe Welt bin ich dann auch schon zu Hause, wo mich eisige Kälte erwartet.

Es ist 15:00 und hat nur etwa 8 Grad Celsius, immerhin plus. Mein erster Weg führt mich in den Keller um die Heizung ein zu schalten. Wenn das so bleibt suche ich mir sofort einen Flieger um wieder zurück zum Boot zu kommen. Der Frost legt sich zum Glück nach wenigen Tagen und ich und das Haus beginnen langsam aufzutauen.

Der Grund warum ich wieder in Österreich bin ist auch ganz einfach. Meine Eltern, die das Haus bewohnt haben, sind ins Senioren Wohnheim übersiedelt da das Haus einfach zu viel Arbeit bedeutet und sie es nicht mehr bewältigen können. Mit fast 93 bzw. 87 Jahren haben sie ein ruhigeres Leben auch redlich verdient. Inzwischen sind sie einige Monate dort und fühlen sich beide sehr wohl.
Ich stehe nun vor der Entscheidung das Haus entweder zu verkaufen oder zu renovieren und wieder zu vermieten.
Auf alle Fälle bleibe ich den Sommer über in Österreich. Dadurch wird es in den nächsten Monaten keine Berichte mehr geben. Im Oktober bin ich dann wieder zurück am Boot und die Reise und die chisailingadventures gehen weiter.
Für alle die mich gerne kontaktieren wollen entweder 0660-5737 008 anrufen oder email an chisailing@yahoo.com
Ich hoffe ihr vergesst während dieser Monate meine Blogadresse nicht. Wenn ihr ein email wollt damit ihr die Fortsetzung nicht verpasst, lasst es mich wissen.

Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Sommer
Bis zum Herbst
Euer Chico

Kommentare:

  1. Hallo Chico, danke nochmals für den vielen interessanten Seglergeschichten, die du mir gestern Abend berichtet hast!

    Liebe Grüße und bis bald,
    Markus

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Chico,
    es hat mich sehr gefreut Dich am Wolfgangsee wiederzusehen. Auch Edlyn glaubt mir jetzt , daß ich nicht alleine bin mit meiner Freiheitslust. Aber trotzdem würde ich Sie nicht mehr hergeben,haha.
    Jedenfalls wünschen wir Dir weiterhin alles Gute in der weiten Welt und immer eine Handbreit Wasser unter den Kielen.
    Hoffe wir sehen uns dann bald in den Philippienen wieder.

    Deine Freunde,
    Hans & Edlyn

    AntwortenLöschen